Metropolitanstadt Neapel

Dieser Beitrag ist Teil der Serie Italien 2016
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Die Campingplatzsuche für unseren Neapelbesuch führte uns nach Pozzuoli, genauer gesagt in die Solfatara (ital. Crater Solfatar) ein noch aktiver Vulkan. Der Campingplatz liegt mitten im westlichen Teil des Kraters, während der östliche Teil noch durch starke Gasaustritte gekennzeichnet ist. Von hier aus ist es zwar ein Stück bis zum Bahnhof, aber doch gut zu Fuß zu machen.

Mit der Bahn ging es nach Neapel. Auf dem Weg in die „Touristenecke“ haben wir den günstigsten Cappuccino unserer ganzen Reise bekommen. Glatte 1€ hat der gekostet, dabei stand auf dem Schild 1,50€. Hat uns aber nicht gestört, er war lecker und gestorben ist auch niemand von uns. Ich wollte unbedingt die Tour durch die Unterwelt von Neapel machen und wir hatten auch Glück, die nächste Tour startete recht bald und die Schlange für die englischsprachige Tour war auch wesentlich kürzer als die italienischsprachige.

Danach sind wir durch die engen und reichlich bevölkerten Gassen geschlendert. Auf der Suche nach den Stationen für die Standseilbahnen fanden wir eine Stelle, von der aus man einen super Überblick über die Stadt hatte. Langsam fing es dann auch schon an dunkel zu werden, und wir machten uns auf zur Metro bzw. wir suchten eine Metro-Station. Da die Gegend in der wir uns befanden schon bei Tageslicht nicht sonderlich einladend war, wollten wir schon gar nicht im Dunkeln hier sein 😉 So sind wir dann aber auch noch in den Genuss gekommen, uns eine der Standseilbahnen anzusehen. Etwas versteckt in einer kleinen Seitengasse fanden wir dann auch die Metro-Station, dank GPS.

Neapel

Heute gönnten wir uns einen ruhigen Tag. Erst einmal ausgeschlafen und gefrühstückt. Ansonsten stand nur der Besuch des gut erhaltenen Amphitheaters auf dem Programm. Dann sind wir noch zum Hafen und haben uns dort eine Kleinigkeit gegönnt bevor es zurück ging. Abends wollten wir in der Pizzeria in welcher wir schon am ersten Abend waren etwas essen, aber da Ostersonntag war, gab es hier nur geschlossene Gesellschaft. Alle anderen Läden waren bereits geschlossen, so war Selbstverpflegung angesagt.

Neapel

Da unsere nächsten Aktivitäten östlich von Neapel lagen, haben wir unseren Wohnmobil-Stellplatz nach Pompeji verlagert. Auf dem Weg dorthin wollten wir uns das Herculaneum anschauen. Wir haben es dann auch nach ewiger Sucherei, trotz mangelnder Beschilderung (vor allem was den Parkplatz angeht) und falscher POI-Adresse im Navi, gefunden. Uns kam es auch so vor, als wären wir nicht die Einzigen mit diesem Problem gewesen.

Dann ging es weiter nach Pompeji auf einen der zahlreich vorhandenen Campingplätze.

Vom Campingplatz war es nicht weit bis zu den Ausgrabungsstätten in Pompeji. Im Vergleich zu den Ruinen von Herculaneum sind diese nicht so gut erhalten, weshalb wir der Meinung sind, das man beide Ausgrabungsstätten besucht haben sollte. Die Beschilderung innerhalb des Geländes lies sehr zu wünschen übrig, vor allem wenn man erst einmal 1km eine Gasse entlang läuft um dann festzustellen, das es eine Sackgasse ist. Für Pompeji sollte man sich schon einen ganzen Tag nehmen, das Gelände ist riesig.

Pompeji

Wir hatten uns für die Fahrt entlang der Amalfiküste einen Kleinwagen gemietet, da die Strecke für Wohnmobile tagsüber gesperrt ist. Doch vorher sind wir in die entgegengesetzte Richtung gefahren, denn wir wollten erst auf den Vesuv.

Dann sind wir auf der Via Sorrentina an Sorrento vorbei zur Amalfiküste. Nach einem kleinen Abstecher nach Ravello, sind wir zurück auf die Küstenstraße und wollten dieser bis zur Autobahn bei Salerno folgen. Da wir aber vor Minori in einen Stau gerieten und wir uns nach fast 30min keinen Meter bewegt hatten, entschieden wir uns dazu, wieder rauf nach Ravello zu fahren und dort die Passstraße zu nutzen um zurück nach Pompeji zu kommen. Das hat sich auch landschaftlich auch noch einmal gelohnt.

Heute war geplant, den Sentiero degli Dei zu laufen. Da die direkte Straßenverbindung von Norden nach Bomerano gesperrt war, ging es erst einmal wieder von Westen an der Amalfiküste entlang, mit einem kleinen Stop an der Grotte Delle Smeraldo, um dann auf der sehr kurvigen Staatsstraße 366 rauf nach Bomerano zu fahren. Nachdem wir den Startpunkt erreicht hatten, konnte es losgehen. Leider machte uns meine Höhenangst einen Strich durch die Rechnung und auch unser kleiner Mitreisender war nicht sonderlich gut drauf, zumal wir die ganze Zeit in der Sonne unterwegs gewesen wären. Also wartete ich im Schatten, während Martina noch ein Stück vom Weg machte um wenigstens etwas von der Aussicht zu haben. Danach sind wir die vermeintlich gesperrte Straße zurück gefahren, da von dieser Seite keine Sperrung gekennzeichnet war. Im Tal standen wir dann an der Baustelle etwa 20min um dann durch Abwassergräben, welche die offizielle Umleitung waren, durchgelassen zu werden.

Amalfiküste
Amalfiküste

Für unseren weiteren Weg nach Sizilien hatten wir zwei Möglichkeiten. Mit der Fähre von Neapel oder bis in den Süden fahren und dort mit der Fähre übersetzen. Wir entschieden uns für letztere und günstigere Variante. Auch lohnte sich die Fahrt landschaftlich.

So war es uns möglich, nach einer Übernachtung am Hang Loose Beach (sehr zu empfehlen), wo wir die beste Pasta unserer ganzen Reise bekommen sollten, in Pizzo, wo das Tartufo erfunden wurde, Selbiges zu probieren. Weiter ging es bis zum Fährhafen nach Villa San Giovanni auf die Fähre.

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